Proteine als wichtige Inhaltsstoffe von Futtermitteln

 

Für die Langlebigkeit und Gesundheit von Hunden und Katzen ist eine ausgewogene Ernährung, die eine ausreichende Versorgung mit Energie, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen sicherstellt, essenziell.(1)

INTERESSANTER FAKT

Katzen haben unter den Säugetieren den höchsten Bedarf an Protein. So benötigen ausgewachsene Katzen 2-3 mal so viel Protein wie Menschen oder Hunde. Katzen sind als Fleischfresser an die Nutzung von hohen Proteinmengen und niedrigeren Kohlenhydratmengen angepasst (4).

Gute Proteinlieferanten in der Nahrung stellen Fleisch, Fisch, Milchprodukte , aber auch Hülsenfrüchten dar.

Molkenproteinisolat, der Ausgangstoff für die Gewinnung der bioaktiven Peptide in den purapep Produkten besitzt einen besonders hohen Eiweißgehalt von > 90% und zudem einen geringen Fettgehalt. Das macht es zum hochwertigsten aller verwendbaren Molkenproteinquellen.

Molkenproteine

Molkenproteine sind die zweitgrößte in der Milch vorkommende Proteinfraktion. Molkenproteine sind eine Gruppe verschiedener Eiweiße. Im Wesenlichen handelt es sich um beta-Lactoglobulin und alpha-Lactalbumin, sowie in geringeren Anteilen Serumalbumin und Immunoglobuline. Molke fällt in großen Mengen bei der Käseherstellung an. Die Einsatzgebiete für Molkeprodukte liegen aufgrund der hohen biologischen Wertigkeit in der Tierernährung, diätetischen Lebensmitteln (Säuglingsernährung) und bei Getränken. Molkenproteine, insbesondere das Protein alpha-Lactalbumin, weist einen sehr hohen Gehalt an der essentiellen Aminosäure Tryptophan auf.

purapep nutzt spezielle Molkenproteinisolate als Ausgangstoffe, die besonders hohen Anteil an alpha-Lactalbumin besitzten. Damit sind purapep Produkte gute Lieferanten für Tryptophan und andere essentielle Aminosäuren.

Aminosäuren und essentielle Aminosäuren

Für den Organismus sind Aminosäuren von enormer Bedeutung. Einerseits liefern sie die notwendigen Bausteine für Proteine (Eiweiße) andererseits dienen sie als Lieferanten für biologisch aktive Verbindungen und als Stoffwechselzwischenprodukte. Aminosäuren können hinsichtlich ihrer Möglichkeit zur Bildung durch den Körper in essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren eingeteilt werden. Essentielle Aminosäuren kann der tierische Organismus nicht selber bilden und muss diese über die Nahrung aufnehmen. Essentielle Aminosäuren sind also lebensnotwendig. Alle anderen Aminosäuren können von Hunden und Katzen in ausreichendem Maß vom Körper selbst gebildet werden und werden auch als nichtessentielle Aminosäuren bezeichnet. Es existieren 20 proteinogene (eiweißaufbauende) Aminosäuren, von denen 10 für den Hund und 11 für die Katzen essentiell sind (Tabelle 1). (3)

Essentielle Aminosäuren für Hunde und Katzen (Tabelle 1)

HundKatze
IsoleucinIsoleucin
LeucinLeucin
LysinLysin
MethioninMethionin
PhenylalaninPhenylalanin
ThreoninThreonin
TryptophanTryptophan
ValinValin
Arginin (semiessentiell)Arginin
Histidin (semiessentiell)Histidin
 Asparagin (semiessentiell)

Anteil Aminosäuren am täglichen Bedarf

INTERESSANTER FAKT

Molkenproteine, besonders das alpha-Lactalbumin, sind reich an den essentiellen Aminosäuren Tryptophan, Lysin und Isoleucin.

Bioaktive Peptide

Definition Peptide= Verbindungen aus bis zu 100 miteinander verknüpften Aminosäuren

Als bioaktive Peptide werden Peptide aus 2 bis 20 Aminosäuren bezeichnet, welche neben ihrem Nährwert weitere positive Effekte auf die Körperfunktionen besitzen können. Es sind zahlreiche Wirkungen von bioaktiven Peptiden bekannt, welche das Herz-Kreislauf-, Verdauungs-, Nerven- und Immunsystem beeinflussen5. Bioaktive Peptide können u.a. opiod, immunmodulierend, antimikrobiell oder mineralbindend wirken 6. Bioaktive Peptide können während der Verdauung (Hernández-Ledesma et al., 2004), während Fermentation- oder Reifungsprozessen (García- Tejedor et al., 2014) oder während der Lebensmittelverarbeitung über die Zugabe von tierischen, pflanzlichen oder mikrobiellen Enzymen (Otte et al., 2007) entstehen. Verschiedene Proteine können als Vorstufen für bioaktive Peptide dienen.

Aufgrund ihrer Aminosäurezusammensetzung stellen Milchproteine eine besonders gute Quelle für bioaktive Peptide dar (López-Fandiño et al., 2006) (FitzGerald and Meisel, 2000) Besonders tryptophanhaltige Peptide aus Milchproteinen zeigen im Experiment (in vitro) ein breites Spektrum von möglichen Bioaktivitäten wie z.B. antioxidative und antidiabetische Eigenschaften oder die Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE) (Nongonierma et al.,2015).

Das patentierte purapep-Verfahren setzt gezielt tryptophanhaltige Peptide aus Molkenproteinen frei. So liegen über 95% des enthaltenden Tryptophans als tryptophanhaltige Peptide in den purapep Produkten vor.

    Quellen:

    1. FEDIAF. FEDIAF Nutritional Guidelines. 2018;(August).
    2. Baltes W. Lebensmittelchemie. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg; 2007. doi:10.1007/978-3-540-38183-9.
    3. Belitz H-D, Grosch W, Schieberle P. Lehrbuch Der Lebensmittelchemie. Vol 6. Auflage. Springer Berlin Heidelberg; 2008.
    4. Hill SR, Rutherfurd-Markwick KJ, Ravindran G, Thomas DG. The effects of differing proportions of dietary macronutrients on the digestibility and post-prandial endocrine responses in domestic cats (Felis catus). J Appl Anim Nutr. 2015;3:1-9. doi:10.1017/jan.2015.2.
    5. Hernández-Ledesma B, del Mar Contreras M, Recio I. Antihypertensive peptides: production, bioavailability and incorporation into foods. Adv Colloid Interface Sci 2011;165(1):23-35. doi:10.1016/j.cis.2010.11.001.
    6. Nongonierma AB, FitzGerald RJ. The scientific evidence for the role of milk protein-derived bioactive peptides in humans: A Review. J Funct Foods. 2015;17(8):640-656. doi:10.1016/j.jff.2015.06.021.
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