Die Qualität von Proteinen 

Um Ernährung und ihre einzelnen Bestandteile zu bewerten, gibt es unterschiedliche Maßgrößen der Ernährung. Da bei purapep insbesondere Proteine im Vordergrund stehen, schauen wir uns in diesem kurzen Artikel an, welche Maßgrößen es gibt, um Proteine zu bewerten.

Hochwertige Proteine:

  • sind leicht verdaulich
  • und enthalten alle essentiellen Aminosäuren im richtigen Verhältnis.

Die biologische Wertigkeit des Proteins in einem Futtermittel ist ein Maß dafür, wie gut das aufgenommene Protein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Sie ist im Wesentlichen bestimmt durch die Menge und dem Verhältnis der essentiellen Aminosäuren zueinander. Definition: Die biologische Wertigkeit ergibt sich aus der Stickstoffmenge, die im Körper bleibt dividiert durch die Stickstoffmenge, die man mit der Nahrung aufgenommen hat (multipliziert mal 100) Als Referenzwert dient Vollei, dessen biologische Wertigkeit willkürlich/historisch auf 100 gesetzt wurde, da es zu damaliger Zeit das Protein war, für welches die höchste biologische Wertigkeit angenommen wurde. Wird ein Nahrungsprotein besser als Eiprotein vom Körper verwertet, hat es eine biologische Wertigkeit mit einem Wert über 100. Wird im Gegensatz dazu ein Protein schlechter als Eiprotein vom Körper verwertet, liegt die biologische Wertigkeit dieses Proteins unter 100.

Biologische Wertigkeit verschiedener Nahrungsmittel

Daten aus, Carey, Hirakawa (Case 1997) Ernährung von Hund und Katze. Schattauer

Neben der biologischen Wertigkeit gibt es auch noch den Chemical Score zur Bewertung von Proteinen. Zur Berechnung des Chemical Scores wird die limitierende Aminosäure eines Futtermittels (essentielle Aminosäure mit dem geringsten Gehalt im Futtermittel im Vergleich zum Referenzprotein) ins Verhältnis zum Vorkommen im Referenzprotein (normalerweise Ei) gesetzt.

Chemical Score verschiedener Nahrungsmittel

Daten aus, Carey, Hirakawa (Case 1997) Ernährung von Hund und Katze. Schattauer

Beide Berechnungen berücksichtigen dabei jedoch nicht, wie gut ein Hund oder Katze dabei ein bestimmtes Protein verdauen kann. Für eine noch genauere Betrachtung der Proteinqualität sollte man deshalb nach der PDCAAS-Methode (PDCAAS = Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score, im Deutschen kurz als Aminosäureindex bezeichnet) berechnet werden. Unabhängig der verschiedenen Methoden zur Bewertung der Proteinqualität, werden immer die gleichen Proteine als hochwertig eingestuft, wie zum Beispiel Ei, Fleisch und Milchprodukte und dort besonders die Molkenproteine.

Molkenproteine, die Basis unserer purapep-Produkte, sind ausgesprochen hochwertige Proteine, aufgrund:

  • ihrer optimalen Aminosäurezusammensetzung,
  • dem hohen Gehalt essentieller Aminosäuren, besonders Tryptophan, Threonin und verzweigtkettige Aminosäuren (abgekürzt BCAA für englisch Branched-Chain Amino Acids)
  • und ihrer hohen Verdaulichkeit

Autor: Dr. Diana Hagemann

Diana ist das operative Herz von purapep und koordiniert mit großer Begeisterung die Produktions-, Logistik- und Forschungsthemen. Sie ist eine absolute Spezialistin im Bereich der Molkenproteine und deren technofunktionalen Eigenschaften. Während Ihrer langjährigen Forschungstätigkeit hat Sie die wissenschaftlichen Grundlagen für die purapep-Produkte gelegt.

Quellen:

Löffler, Petrides (2003) Biochemie & Pathobiochemie. Springer.
Zentek (2016) Ernährung des Hundes: Grundlagen - Fütterung – Diätetik. Enke Verlag.
Case, Carey, Hirakawa (1997) Ernährung von Hund und Katze. Schattauer.
Hand, Thatcher, Remillard (2002): Klinische Diätetik für Kleintiere. Schlütersche.
https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/biologische-wertigkeit/1101, abgerufen am 5. April 2019
http://www.fao.org/3/U5900t/u5900t07.htm, abgerufen am 5. April 2019 (englisch)

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