Über das Zusammenspiel von Tryptophan und Serotonin bei Hunden und Katzen

Serotonin, das Glückshormon

Über 100 chemische Botenstoffe steuern wichtige Funktionen des Körpers und ermöglichen die Kommunikation zwischen den Zellen. Dazu gehört auch das Serotonin. Es wird im Körper an unterschiedlichen Orten gebildet. Das außerhalb vom Gehirn produzierte Serotonin wirkt als Hormon und ist an der Regulation vieler überlebenswichtiger Funktionen beteiligt. Der größte Teil der Serotoninproduktion findet dabei im Darm statt.

Weitaus weniger des Botenstoffs wird hingegen im Gehirn hergestellt. Dort übernimmt das Serotonin die Funktion eines sogenannten Neurotransmitters. Neurotransmitter übertragen Nervenimpulse von einer Zelle zur anderen. Diese Nervenbotenstoffe beeinflussen maßgeblich sämtliche Verarbeitungs- und Denkprozesse im Gehirn.

Ein Mangel an Serotonin kann daher weitreichende Folgen auf das Verhalten von Hund und Katze haben.

Zu den biologischen Vorgängen, bei denen Serotonin eine maßgebliche Rolle spielt, zählen:

  • Temperaturregulation
  • Verdauung
  • Stimmungsregulation
  • Schlaf
  • Sozialverhalten
  • Immunabwehr
  • Gedächtnis
  • Wohlbefinden
    (daher die Bezeichnung “Glückshormon”)
  • Emotionen

Im Falle eines Serotoninmangels sind diese Funktionen oft gestört. Die negativen Auswirkungen eines erniedrigten Serotoninspiegels wurden in zahlreichen Studien erforscht und zeigen sich in:

  • depressivem Verhalten
  • schlechterer Selbstkontrolle
  • erschwerter Emotionsregulierung
  • unsozialem Verhalten
  • erniedrigter Aufmerksamkeit und Konzentration
  • verstärktem Aggressionsverhalten
  • erhöhter Schmerzempfindlichkeit
  • gesteigerter Stressanfälligkeit

Die Auswirkungen von Serotoninmangel auf Hund und Katze

Bei unsauberen Katzen kann den Ergebnissen mehrerer Untersuchungen zufolge die Stubenreinheit durch einen optimierten Serotoninhaushalt verbessert werden.

Auch Katzen mit übersteigertem Aggressionsverhalten profitieren mitunter durch eine erhöhte Verfügbarkeit von Serotonin. So reduzierten Tiermediziner*innen laut Fallberichten erfolgreich das aggressive Verhalten der Katzen durch spezielle Medikamente, welche den Serotoninspiegel erhöhen.

Der Zusammenhang zwischen einem niedrigen Serotoninspiegel und übersteigert aggressivem Verhalten ist beim Hund gut dokumentiert. Ein Vergleich des Serotoninspiegels von Hunden mit übersteigertem Aggressionsverhalten ergab, dass dieser bedeutsam niedriger als bei Hunden ohne entsprechende Auffälligkeiten war. Darüber hinaus ermittelten die Forscher*innen einen besonders starken Serotoninmangel bei Hunden, die wenig Warnverhalten vor aggressiven Attacken aufwiesen. Impulsives Verhalten, also das schnelle Handeln ohne Hemmung und Kontrolle, tritt häufiger bei Hunden mit einem gestörten Serotoninhaushalt auf.

Neben dem Aggressionsverhalten wirkt sich Serotonin auf den Grad an Ängstlichkeit aus. Hunde mit zu wenig Serotonin in bestimmten Hirnregionen reagieren deutlich furchtsamer.

In einer Studie mit Tierheimhunden konnte bei den Tieren mit Serotoninmangel mehr ängstliches und unsicheres Verhalten beobachtet werden. Das übermäßig ängstliche Verhalten zeigten diese Hunde im Kontakt mit Artgenossen und bei der Interaktion mit Menschen. Neben dem verstärkt ängstlichen Verhalten wiesen die Tiere mit zu wenig Serotonin zudem eine erhöhte Stressanfälligkeit auf.

Zu viel des Guten – das Serotoninsyndrom

Serotoninmangel hat also häufig negative Effekte auf die Gesundheit und das mentale Wohlbefinden. Aber auch ein Überschuss an Serotonin kann gefährlich werden. Befindet sich zu viel Serotonin im Körper, ist das Serotoninsyndrom die Folge. Dieses geht mit Krämpfen, Unruhe, Hyperaktivität und Atemproblemen einher.

Auslöser für das Serotoninsyndrom sind immer Überdosierungen von bestimmten Schmerzmitteln und Psychopharmaka. Zu den kritischen Medikamenten gehören das Opioid Tramadol oder die zur medikamentösen Behandlung von Depressionen verwendeten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.Tritt das Serotoninsyndrom auf, muss das Tier unmittelbar medizinisch behandelt werden.

Futterbestandteile und Nahrungsergänzungsmittel, welche die Baustoffe für das Serotonin liefern, können hingegen kein Serotoninsyndrom auslösen. Der Körper reagiert im Falle einer Überversorgung nicht mit einer verstärkten Produktion des Botenstoffes, sondern aktiviert Stoffe zum Abbau des Serotonins. Dementsprechend selten tritt das Serotoninsyndrom bei Haustieren auf.

Mehr Serotonin für mehr Wohlbefinden

Neben direkt in den Serotoninhaushalt eingreifenden Medikamenten gibt es eine Reihe von einfachen Maßnahmen, um den Serotoninspiegel anzuheben oder um den Botenstoff besser verfügbar zu machen.

Bewegung

Mensch und Tier können durch körperliche Aktivität die Serotoninproduktion ankurbeln. Tiere, die regelmäßig bewegt werden, zeigen daher tendenziell weniger Ängstlichkeit und Aggressivität. Für Hunde eignen sich ausgiebige Spaziergänge, kleine Sporteinheiten und gemeinsames Spielen. Besonders Wohnungskatzen sind gefährdet, unter Bewegungsmangel zu leiden. Es ist lohnenswert, sie durch attraktive Spielzeuge und eine abwechslungsreiche Gestaltung der Kratzbäume zu mehr Aktivität zu motivieren.

Streicheln

Streicheln und als angenehm empfundene Massagen können den Serotoninspiegel steigern. Der Anstieg des Glücksstoffs führt anschließend zu einer erhöhten Stresstoleranz und besserer Stimmung. Mindestens 5 Minuten sollten laut Studien die Streichel-Sessions für eine positive Wirkung auf das Serotonin andauern.

Ernährung

Über die Ernährung und mit geeigneten Futterergänzungen ist es möglich, den Serotoninspiegel zu beeinflussen. Damit der Körper Serotonin produzieren kann, ist eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen notwendig. Ein Mangel an B-Vitaminen (Niacin, Vitamin B6 und B12) ist mit einem erhöhten Risiko für Ängstlichkeit und depressiver Verstimmung verknüpft. Auch Omega-3-Fettsäuren sind bei der Serotoninproduktion wichtig.

Einige der Stoffe, die der Körper zur Serotoninproduktion verwendet, müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der Eiweißbaustein Tryptophan.

Tryptophan, der Baustoff für Serotonin

Um Serotonin zu produzieren, benötigt der Organismus mehrere Baustoffe. Für die Herstellung von Serotonin muss dem Körper deshalb Tryptophan mit der Nahrung zugeführt werden. Um gezielt die Serotoninproduktion zu erhöhen und einem Tryptophanmangel vorzubeugen, gibt es Einiges zu beachten.

Tryptophan ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Tierbesitzer*innen wird in diesem Zusammenhang die gezielte Fütterung tryptophanreicher Nahrung empfohlen. Dazu gehören Lammfleisch, Hähnchenfleisch, zahlreiche Fischsorten und Cashewkerne. Dabei gibt es allerdings ein Problem: Das Tryptophan muss zur Serotoninproduktion die sogenannte Blut-Hirn-Schranke durchqueren.

Die Blut-Hirn-Schranke ist eine das Gehirn schützende Zellschicht, die nur bestimmt Stoffe in begrenzter Menge durchlässt, um das Hirn vor schädigenden Substanzen zu schützen. Zahlreiche eiweißhaltige Nahrungsmittel wie das Hähnchenfleisch enthalten neben dem Tryptophan weitere konkurrierende Eiweißbausteine. Besetzen diese die Transporter an der Blut-Hirn-Schranke, kann das Tryptophan nicht im ausreichenden Maße in das Gehirn gelangen. Den Wettbewerb um die freien Transporter in das Gehirn verliert das Tryptophan oft, weshalb eiweißreiche Mahlzeiten sogar den Serotoninspiegel senken können.[1]

Wie kann man die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn fördern?

Die Fütterung von Molkeneiweiß

Hochwertiges Molkeneiweiß besitzt einen besonders hohen Anteil der tryptophanreichen Proteinart Alpha-Lactalbumin. Im Gegensatz zu vielen anderen proteinreichen Lebensmitteln liegen beim Molkenprotein die unterschiedlichen Eiweißbausteine in einem für die Serotoninbildung optimalen Verhältnis vor. Molkenprotein ist in dieser Hinsicht anderen Proteinsorten, wie dem Casein deutlich überlegen. Casein kommt in großen Mengen in Milchprodukten wie Quark oder Käse vor.

Während in vielen Nahrungsergänzungsmitteln zur Erhöhung des Serotoninspiegels synthetisch hergestelltes Tryptophan verwendet wird, handelt es sich beim Molkenprotein um das trytophanreichste natürliche Lebensmittel. Dadurch ist mittels Fütterung von Molkenprotein eine Steigerung des Serotoninspiegels auf natürliche Art und Weise möglich. Außerdem handelt es sich bei der Molkenfütterung um einen sehr sicheren Weg, den Serotoninhaushalt positiv zu beeinflussen. Im Gegensatz zu künstlichen Präparaten besteht dabei nicht die Gefahr von Überdosierungen und Nebenwirkungen wie dem Serotoninsyndrom. In Studien führte die Aufnahme von Molkenprotein zu deutlich mehr messbarem Serotonin, was sich stimmungsverbessernd, konzentrationsfördernd und stressreduzierend auswirkte.[2][3]

Neben all diesen positiven Effekten auf den Serotoninspiegel haben die unterschiedlichen Aminosäuren im Molkenprotein noch weitere gesundheitliche Vorteile. Das enthaltene Leucin wirkt sich förderlich auf den Erhalt und den Aufbau der Muskulatur aus. Cystein ist beim Aufbau sogenannter Antioxidantien beteiligt, die den Körper vor schädigenden Stoffen schützen. Darüber hinaus besitzt Molke förderliche Eigenschaften für den Schlaf, die Immunabwehr sowie für das Herz-Kreislaufsystem.

Ausreichende Versorgung mit Niacin

Tryptophan wird vom Körper auch zur Bildung des wichtigen Vitamins B3, auch Niacin genannt, verwendet. Bei einer unzureichenden Aufnahme von Niacin mit der Nahrung wird ein großer Anteil des Tryptophans für die Herstellung des Vitamins benutzt. Wenn eine bestmögliche Versorgung des Gehirns mit Tryptophan zur Serotoninbildung das Ziel ist, empfiehlt sich die Zufütterung von Niacin.[4][5]

Fütterung von Kohlenhydraten

Durch die Fütterung von Kohlenhydraten steigt der Blutzuckerspiegel. Der erhöhte Blutzuckerspiegel führt dazu, dass die um den Durchtritt der Blut-Hirn-Schranke konkurrierenden Eiweißbausteine zu den Muskeln umgeleitet werden. Dadurch stehen mehr freie Transporter für das Tryptophan zur Verfügung und eine größere Menge an Serotonin kann im Hirn produziert werden.

Idealerweise erfolgt die Fütterung von einer tryptophanreichen Futterzutat wie Molkenprotein deshalb gemeinsam mit ballaststoffarmen Kohlenhydraten. Für eine optimale Verwertung ist die gemeinsame Verabreichung beider Futterbestandteile auf nüchternem Magen zu empfehlen oder die Gabe der Tryptophanquelle maximal zwei Stunden nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit.[7][8]

Bewegung

Moderate Bewegung wie ein Spaziergang mit dem Hund oder ein kleines Jagdspiel mit der Katze fördert die Verfügbarkeit von Tryptophan. Das hat zwei Gründe. Zum einen sorgt die Stimulation der Muskulatur zu einem Abtransport der konkurrierenden Eiweiße an der Blut-Hirn-Schranke.[9]

Zum anderen bindet sich Tryptophan in Anteilen an das Transportprotein Albumin. Das so gebundene Tryptophan kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren. Durch physische Aktivität erhöht sich der Anteil an sogenannten freien Fettsäuren im Organismus. Die Fettsäuren verbinden sich dann verstärkt mit dem Albumin und hinterlassen einen größeren Anteil an ungebundenem Tryptophan. Als Folge steht dem Organismus mehr freies Tryptophan zur Verfügung, was in einer gesteigerten Serotoninproduktion resultiert.

Die Verfügbarkeit von Tryptophan und die Umwandlung zu Serotonin wird hingegen beeinträchtigt von:

  • Stress und den damit einhergehenden Stresshormonen [10]
  • proteinreichen Mahlzeiten: geringen Anteil an Tryptophan + hoher Anteil konkurrierender Eiweißbausteine
  • Bewegungsmangel
  • übermäßiger körperlicher Belastung [11]

Fazit: Mit Molke natürlich den Serotoninspiegel beeinflussen

Die Fütterung von Molkenprotein mit einem hohen Anteil an Tryptophan hat zahlreiche Vorteile für das mentale Wohlbefinden und die Gesundheit. Als Baustoff und Vorstufe des Glückshormons sorgt es für eine Erhöhung des Serotoninspiegels. Ein höherer Anteil des Botenstoffs trägt zum allgemeinen Wohlbefinden und zu einer verbesserten Stresstoleranz bei. Weiterhin wirkt er lindernd bei zahlreichen Verhaltensproblemen, die mit einem Mangel an Serotonin einhergehen.

Der Einsatz von Molkeneiweiß ist somit eine sinnvolle Unterstützung bei Angst-, Aggressions- sowie Stressproblemen von Hund und Katze. Im
Gegensatz zu vielen Nahrungsergänzungsmitteln mit künstlichen Bestandteilen hat Molke den Vorteil, dass keine gesundheitlichen Schäden durch eine Überdosierung drohen und außerdem die Verabreichung mit weiteren gesundheitlichen Vorzügen einhergeht.


Zusätzlich sollte immer auf eine ausgewogene Ernährung und ein dem individuellen Tier angepasstes Auslastungsprogramm geachtet werden. Sehr schwere Verhaltensprobleme, wie ein mit der Gefährdung von Menschen und Tieren einhergehendes übersteigertes Aggressionsverhalten oder stark die Lebensqualität einschränkende Ängste, bedürfen einer professionellen Betreuung. Unterstützung gibt es in diesen Fällen von verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tiermediziner/-innen und Trainer-/innen.

Eine wertvolle Ergänzung solcher Maßnahmen sind natürliche Futterergänzungen, die eine positive Unterstützung bei Angst und Stress bieten. Unser tryptohanreiches, auf Molkenproteinen basierende  purapep Comfort, beinhaltet die wichtigsten Vitamine und Nährstoffe und kann so Ihren Hund gerade bei einer Neigung zu Angstverhalten und Stress optimal versorgen.

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Autor: Dr. Julia Degen

Julia ist unsere Spezialistin für alle Ernährungs-, Produkt- und Kommunikationsfragen. Neben der ständigen Weiterentwicklung unserer Produkte besteht ihr Engagement vor allem darin Heimtiere und ihre Besitzer glücklich zu machen, deren Wünsche und Ideen zu sammeln und direkt in die Entwicklung unserer Produkte mit einfließen zu lassen.

Quellen

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